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Die Tomberg Edition
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Valentin Tomberg – eine chronologische Lebensübersicht

Biographisches und Bibliographisches

 

26.2.1900  geb. in St. Petersburg als Sohn estländischer Eltern, russische Staatsangehörigkeit, evangelisch-lutherisch getauft, Vater: russischer Staatsbeamter
                      
1914/15    intensive Auseinandersetzung mit dem russisch-orthodoxen Glauben
1915/16  

Begegnung mit weiteren geistigen Strömungen: russischer und französischer Hermetismus, Theosophie...

1917  Eintritt in die Theosophische Gesellschaft;
Absolvieren des Gymnasiums, Immatrikulation an der Petersburger Universität
Nov. 1918   aufgrund der Revolutionswirren Flucht der Familie nach Estland, Ermordung der Mutter durch russische Revolutionäre, für eine kurze Zeit in russischer Gefangenschaft
1920 Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft, Apotheken... in Tallinn, Erteilung von Privatunterricht, Begegnung mit Schülern des Okkultisten G. O. Meubes, Studienbeginn an der Universität Dorpat, wahrscheinlich infolge Geldmangel nicht immatrikuliert
1922   Eheschließung mit Helene, gesch. Glasenap, geb. Leuvie
1922/23  Rezeptionist im Außenministerium
1923   Angestellter der Generaldirektion der estländischen Post, u.a. als Referent, Dolmetscher, in den dreißiger Jahren – nach Bestehen einer juristischen Staatsprüfung – Direktor des internationalen Telephondienstes in Tallinn  
1924   Aufnahme in die Anthroposophische Gesellschaft durch Rudolf Steiner
1925-32 mehrere Reisen ins Ausland im Zusammenhang mit anthroposophischen Anliegen: (Finnland, Deutschland, Frankreich, Schweiz)
1926   Vizepräsident der estländischen anthroposophischen Landesgesellschaft, Übernahme zahlreicher Aufgaben für die anthroposophische Landesgesellschaft, Beginn einer umfangreichen Vortragstätigkeit in Estland, später auch in Lettland
1926/27 Mitbegründer und Herausgeber der Monatszeitschrift „Antroposoofia, Vaimuteadusline“ (Geisteswissenschaftliche Monatszeitschrift)
1927  Reise nach Danzig zur großen Ost-West-Tagung der Anthroposophischen Gesellschaft (AAG), erste persönliche Begegnung mit Marie Steiner, der Witwe Rudolf Steiners – Beginn einer langjährigen (bis 1934) ausgeprägten geistigen Zusammenarbeit
1929  erste Begegnung mit Maria Belozwetow, geb. Leitnekker-Demski de Montfort in Paris; intensive Bemühungen um einen Zusammenschluss russischer Anthroposophen im Ausland
1930-38 Veröffentlichung von über 30 Aufsätzen in anthroposophischen Zeitschriften
1931 Lektor der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in Estland; erste große Tagung russischer Antrhroposphen in Dornach, wesentlich organisiert und geleitet von Valentin Tomberg
1932 Scheidung von Helena Tomberg, nach dem Tode von Otto Sepp im März d.J. Übernahme des Amtes des Generalsekretärs der estländischen Landesgesellschaft im September
1933   Auswirkungen von Hitlers Machtergreifung auch in den Nachbarstaaten Deutschlands spürbar; Eheschließung mit Maria Belozwetow, Geburt des Sohnes Alex, Beginn einer lebenslangen tiefen Freundschaft mit dem Ehepaar Nikolai und Anna (dessen zweite Frau) Belozwetow;im Herbst erste Veröffentlichung von 12 Folgen (abgeschlossen 1935) der “Anthroposophischen Studien zum Alten Testament” und deren charfe Zurückweisung im Organ der Allg. Anthroposophischen Gesellschaft „Das Goetheanum“ durch Roman Booss
1934   Diffamierungen seiner Person und seiner Arbeit; Zerwürfnis mit Marie Steiner, Niederlegung des Lektorenamtes und des Posten des Generalsekretärs in der estnischen Athroposophischen Landesgesellschaft, Beendigung von Arbeitskreisen;Beginn einer intensiven, fruchtbaren geistigen Zusammenarbeit mit Elisabeth Vreede (Vorstandsmitglied der Allg. Anthroposophischen Gesellschaft, Dornach/Schweiz)
1935-38 Herausgabe der “Studien zum Neuen Testament”, wiederum in 12 Folgen, Beitritt zu den Vereinigten Freien Anthroposophischen Gruppen, um Elisabeth Vreede nach deren Ausschluss aus der Allg. Anthropsophischen Gesellschaft
1936  schicksalhafte Begegnung mit Ernst von Hippel
1936-38    Herausgabe seiner Studien über die Grundsteinmeditation Rudolf Steiners in drei Folgen
1937  Austritt aus der Allg. Anthroposophischen Gesellschaft mehrwöchige Vortragsreise durch Holland, England, Deutschland und die Schweiz
1938  im Sommer zweite große Vortragsreise durch Holland, England, Deutschland und die Schweiz, Vortragsreihe „Sieben Vorträge über die innere Entwicklung des Menschen“ erscheint im Manuskriptdruck, im Herbst Übersiedlung nach Holland (Rotterdam)
1939 Umzug nach Amsterdam, Übernahme der Geschäftsführung des neu eingerichteten estländischen Konsulats in Amsterdam, Vortragsreihe „Die vier Christusopfer und das Erscheinen des Christus im Ätherischen“ erscheint im Manuskriptdruck;mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verliert Tomberg seine Arbeit und seine Staatsangehörigkeit
1940 Rückzug aus anthroposophischen Zusaammenhängen auch in Holland,
1940-43 weitgehende Mittellosigkeit, Abhängigkeit von Zuwendungen seiner Freunde bis Kriegsende;   Arbeit mit einem kleinen Menschenkreis während der schweren Kriegsjahre an der christlich-esoterischen Vertiefung des Vaterunsers
1941  Eintritt Tombergs in die russisch-orthodoxe Kirche, „da das kultische Leben von einer weithin unterschätzten Bedeutung für die Verankerung des Himmlischen im Irdischen ist“, ein unverzichtbares Gut in dieser schweren Zeit
1942   Verlassen der russisch-orthodoxen Kirche, da ihm der Sakramentenempfang aufgrund seines Festhaltens am anthroposophischen Gedankengut verwehrt wird (Reinkarnation) Bemühungen um eine engere Verbindung mit der (verbotenen) Christengemeinschaft scheitern aufgrund der Ablehnung deren damaligen Leitung insbesondere der Bedeutung der Maria-Sophia Einbindung in das sakramentale- und Gebetsleben der katholischen Kirche
1944  Umzug mit seiner Familie nach Deutschland Bonn/Bad Godesberg zu seinem Freund Ernst von Hippel, u.a. um seine in Estland begonnenen juristischen Studien zum Abschluss zu bringen.
  [wird fortgesetzt]
  Die Daten zu Tombergs zweiter Lebenshälfte – bis zu seinem Tod im Jahre 1973 - sind derzeit noch Gegenstand der Forschung und werden demnächst veröffentlicht