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Valentin
Tombergs Leben. Teil 1 (1900 - 1944)
Valentin
Tomberg war schon zu Lebzeiten eine sehr geschätzte, andererseits aber
auch umstrittene Persönlichkeit ganz besonders in seiner sogenannten
"anthroposophischen Zeit". Die gegen ihn von einigen anthroposophischen
Zeitgenossen erhobenen Einwände und Vorwürfe lassen sich in zwei Grundtypen
zusammenfassen. Der eine besteht darin, ihm selbst, der immer äußerst
bescheiden war, und Lesern, die sein Werk für bedeutend halten, ,Überschätzung'
zu attestieren. Wie aus der vorliegenden Lebensbeschreibung hervorgeht,
kam dieser Vorwurf kurz nach Tombergs Veröffentlichung seiner ersten
von zwölf Anthroposophischen Betrachtungen zum Alten Testament auf.
Der andere Vorwurf, der gegen Tomberg immer wieder erhoben wurde, unterstellt,
dass er sich bewusst oder für ihn selbst unbewusst mit einer Geistigkeit
verbunden habe, welche mit der Anthroposophie unvereinbar sei. Auch
dieser Vorwurf tauchte schon kurz nach dem Beginn der Veröffentlichung
seiner Betrachtungen auf.
Beide Vorwürfe lassen sich, wie die in diesem Band aufgeführte, auf
umfangreichen Quellenfunden beruhende Fülle an Dokumenten erweist, nicht
aufrecht erhalten.
Die vorliegende Biografie ist daher dank des in ihr vorgestellten neuen
Forschungsstandes nicht nur geeignet, auf ungenügender Sachkenntnis
beruhende Fehleinschätzungen heute richtigzustellen, sondern sie hilft
auch, Tombergs anthroposophischem Werk, das sich an die Offenheit, Unbefangenheit
und den Erkenntniswillen geisteswissenschaftlich interessierter Leser
richtet, innerhalb der anthroposophischen Literatur die richtige Stelle
zuzuweisen. Damit trägt sie zur Versachlichung der Auseinandersetzungen
um Valentin Tomberg bei und behandelt sein Schicksal und Werk als das,
was es bis heute geblieben ist: Gegenstand geisteswissenschaftlicher
Forschung.
Heckmann, Liesel (Verf.)
Valentin Tombergs Leben. Teil 1 (1900 - 1944)
576 S., zahlr. Abbildungen, gebunden/Schutzumschlag/Lesebändchen
Band 1.1 der EDITON VALENTIN TOMBERG
im Novalis Verlag, Schaffhausen, 2001
ISBN 3-907160-77-0
Die Autorin Liesel Heckmann:
geb. 1941 in GöttIngen, verheiratet, drei Kinder, Grundschullehrerin.
Mehrere Jahre Erteilung des Freien Christlichen Religionsunterrichtes
an der Freien Waldorfschule in Trier.
Mitinitiantln von fünf großen anthroposophischen Tagungen in Trier:
Europa- inmitten der Welt: Selbstbesinnung und Auf' gabe der
europäischen Mitte (1988); Organspende - der umkämpfte
Tod: Gewissensentscheidung angesichts des Sterbens (1995); Cyberspace
- Virtual reality: Fortschritt und Gefahr einer innovativen Technologie
(1996); Moderne Spiritualität; Wege und Irrwege zur geistigen
Welt (1997); Östliche und westliche Spiritualität: Yoga, christliche
Mystik und Anthroposophie im Gespräch (1998).
Seit 1995 ist Liesel Heckmann Mitglied des Ramsteiner Kreises Trier,
zu dessen Aufgaben das Erforschen des Lebens und Werkes Valentln Tornbergs
gehört.
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